Medienmitteilung zu den linksextremen Krawallen vom 31. Oktober 2026

Diese Stadt gehört nicht denen, die sie anzünden: Kriminelle Selbstinszenierung statt Zukunftsangst

Linksextreme Gruppierungen haben an Halloween in Zürich Barrikaden angezündet, Scheiben eingeschlagen und einen Streifenwagen angegriffen, der zu einem medizinischen Notfall unterwegs war. Die FDP verurteilt die Krawalle. Anders als in Frankreich und Italien ist es in Zürich keine Zukunftsangst, sondern kriminelle Selbstinszenierung. Von der SP erwartet die FDP dasselbe klare Wort.

Nach gewalttätigen Jugendprotesten in Frankreich und Italien haben linksextreme Gruppierungen auch in Zürich zu unbewilligten Demonstrationen aufgerufen. Die Ansage: «Chömed verkleidet, chömed gschützt.» Das Datum: Halloween. Der Ort: die Langstrasse.

Der Ansage folgten Taten. Barrikaden brannten, Scheiben gingen zu Bruch, ein Auto wurde angezündet, die VBZ-Haltestelle Stauffacher wurde beschädigt. Und ein Streifenwagen, der zu einem medizinischen Notfall gerufen worden war, wurde angegriffen. Wer einen Streifenwagen angreift, der zu einem Notfall unterwegs ist, kämpft für nichts und niemanden.

Der Vergleich mit Frankreich und Italien hinkt. Dort liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei über 20 Prozent, in der Stadt Zürich bei weniger als drei Prozent. Dort treibt die Zukunftsangst junge Menschen auf die Strasse, bei uns ist es Selbstinszenierung. Die Stadt Zürich wendet über eine Milliarde Franken pro Jahr für die Schulen auf. Wer hier Brände legt, hat kein Perspektivenproblem. Leistung muss sich lohnen, auch für die Gen Z.

Die Sorgen um Mieten und Krankenkassenprämien sind nachvollziehbar. Aber statt Wohnraum zu ermöglichen, kauft die Stadt überteuerte Liegenschaften. Und die SP-Bundesrätin findet kein Rezept gegen steigende Prämien, obwohl über Prämienverbilligungen rund 6.6 Milliarden Franken fliessen. Probleme mit Geld zu ertränken ist bequemer, als sie zu lösen. Wir ahnen, was jetzt kommt: mehr Basishilfe, mehr Interrail, mehr Verstaatlichung.

Die FDP verurteilt die linksextremen Krawalle, die Sachbeschädigungen und die Angriffe auf die Polizei. Von der SP erwarten wir dasselbe, klar und ohne Wenn und Aber. Die alte Sozialdemokratie hat sich gegen gewaltsame Machtübernahmen gewehrt. Wir hoffen, dass es sie noch gibt.

Diese Stadt gehört nicht denen, die sie anzünden. Sie gehört denen, die sie nicht mit Krawall, sondern mit Arbeit und Engagement am Laufen halten.