FDP.Die Liberalen
Bezirkspartei Stadt Zürich
Bezirkspartei Stadt Zürich
05.05.2020

Rasches Ziel Ganzklassenbetrieb

Die FDP der Stadt bedauert grundsätzlich den Entscheid des Regierungsrats, die Öffnung der Volksschule weit zögerlicher anzugehen, als dies der Bundesrat und das BAG vorsehen und andere Kantone es tun. Sie ist aber erfreut, dass Schulvorsteher Filippo Leutenegger in der Stadt Zürich einen sofortigen Ausbau der Notfallbetreuung angekündigt hat.  Die FDP Stadt Zürich fordert in der Stadt eine flächendeckende Lösung, dass Kinder aus einer Familie gleichzeitig Schule haben, und dass raschestmöglich zum Normalbetrieb übergegangen wird.

Die FDP der Stadt Zürich hat den Entscheid des Regierungsrats, die Öffnung der Volksschule weit zögerlicher anzugehen, als dies der Bundesrat und das BAG vorsehen, und als dies andere Kantone tun, mit grossem Bedauern zur Kenntnis genommen. Wenn schon Halbklassenunterricht vorgeschrieben wird, hätte der Kanton auch gleich Lösungen vorschlagen müssen, wie Kinder aus der gleichen Familie in die gleiche Gruppe eingeteilt werden können und wie Eltern, die ab dem 11. Mai auch wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren müssen, die Kinderbetreuung regeln können. Einige Schulen in der Stadt haben sofort selbst Lösungen erarbeitet, bei andern ist heute noch nicht klar, wie die Kinder eingeteilt werden. Schulvorsteher Filippo Leutenegger hat bezüglich Kinderbetreuung rasch reagiert und die Notfallbetreuung hochfahren lassen.

 

Chancen und Risiken des Halbklassenunterrichts

Der Halbklassenunterricht mag für gewisse Kinder eine Chance bieten, sie intensiver zu begleiten, so dass allfällige Wissenslücken geschlossen werden. Dabei geht aber vergessen, dass sie die anderen Stunden, die sie bei Normalbetrieb in der Schule wären, zuhause verbringen, wo gerade für lernschwächere Kinder das Lernumfeld zum Teil nicht stimmt. Und jetzt sogar ohne Fremdbetreuung durch eine Lehrperson. Die FDP ist sich bewusst, dass das Einhalten der Hygienevorschriften herausfordernd ist, und sicher bei Halbklassen besser durchführbar als bei ganzen Klassen. Trotzdem muss es das Ziel sein, so schnell als möglich zum Regelbetrieb überzugehen.

 

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Dass der Regierungsrat für nicht «systemrelevante» Eltern keinen Anspruch auf eine Kinderbetreuung vorsieht, ist nicht nachvollziehbar und ein Verstoss gegen geltendes Recht. Ab dem 11. Mai müssen viele Eltern auch wieder das Homeoffice verlassen und werden vor unlösbare Probleme gestellt. Je nach lokaler Ausgestaltung des Halbklassenunterrichts und der Kinderbetreuung verschlechtert sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf während eines weiteren Monats gegenüber den vergangenen Wochen zusätzlich. Die Stundenpläne wechseln teils wöchentlich, und die Kinder sind weiterhin grösstenteils zuhause, nunmehr aber ohne Fernbetreuung durch eine Lehrperson. Viele Familien, die Betreuung und Erwerbsarbeit leisten müssen, werden erneut vor unlösbare Probleme gestellt, und dem Gewerbe und der Wirtschaft werden in einer ohnehin schon enorm schwierigen Lage unnötig Arbeitskräfte entzogen. In der Stadt Zürich wurde die Notfallbetreuung in vorbildlicher Weise per sofort um das Zehnfache gesteigert.

 

Schulische Koordination bei Geschwistern

Während einige Eltern bis heute nicht wissen, wann und in welcher Gruppe ihr Kind ab nächstem Montag eingeteilt ist, haben andere Schulkreise und Schulen schon am letzten Wochenende mitgeteilt, dass dafür gesorgt ist, dass Kinder aus der gleichen Familie auch gleich eingeteilt werden. Die FDP fordert nun alle Präsidien der Kreisschulbehörde und die Schulen auf, dafür zu sorgen, dassdie Stundenpläne bei Geschwistern so koordinieren werden, dass diese an denselben Tagen und Halbtagen frei haben.

 

Ganzklassenunterricht ab dem 18. oder spätestens 25. Mai

Die FDP Stadt Zürich fordert den Stadtrat auf, sich beim Regierungsrat umgehend dafür einzusetzen, dass der Halbklassenunterricht nach einer, spätestens zwei Wochen durch den gewohnten Ganzklassenunterricht mit bewährtem Stundenplan abgelöst wird, so wie dies zu diesem Zeitpunkt fast alle Deutschschweizer Kantone tun werden.