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Warum Junge wählen?


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„Wählt junge Menschen in den Gemeinderat!“ Diese oder ähnliche Aufforderungen werden vor den Wahlen jeweils von unterschiedlichen Parteien formuliert. Der Frage, wieso die Jungen wirklich eine Stimme auf dem Wahlzettel wert sind, ist die FDP im Rahmen eines öffentlichen Anlasses in Wollishofen nachgegangen. Denn fünf der zwölf Kandidierenden der FDP 1+2 sind unter 33. Und die älteste auf der Liste ist gerade mal 52 Jahre alt: Die Spitzenkandidatin und bisherige Gemeinderätin Theresa Hensch.

Martin C Brunner, als ehemaliger Gemeinderat mit der Situation vertraut, nahm Gemeinderat Michael Schmid (33 Jahre), Franziska Lauffer (21 Jahre), Thomas Schaeren (29 Jahre) und Christoph Hürlimann (36 Jahre) zu aktuellen politischen Themen ins Kreuzverhör.

In Sicherheitsfragen fordern die Jungen eine konsequente Haltung der Polizei und der Justiz. Die angehende Lehrerin Franziska Lauffer wie auch der Hauptmann Christoph Hürlimann fordern beide, dass Delinquenten unverzüglich bestraft werden, denn nur so habe die Strafe auch eine abschreckende Wirkung. Doch nur wenn bekannt ist, wer die Chaoten sind, können diese auch zur Rechenschaft gezogen werden, deshalb braucht es genügende Polizeikräfte, vor allem für Einsätze bei Demonstrationen. Thomas Schaeren bedauert, dass der soziale Kitt und auch die soziale Kontrolle abnehmen, er möchte sich dafür einsetzen, dass bereits in der Schule der Bürgersinn gefördert wird. Für Gemeinderat Michael Schmid muss der Einsatz für die Gesellschaft stärker honoriert werden. Heute sei es leider so, dass Engagement im Sozialen, in Kultur, Sport oder Politik – auch von den Medien – kaum beachtet werde, während diejenigen grosse Aufmerksamkeit erhalten, welche sich möglichst unmöglich und asozial aufführen.

Tragfähige Lösungen müssen nicht nur von unterschiedlichen Parteien, sondern auch von unterschiedlichen Generationen unterstützt werden. Junge Menschen in der Politik kennen die heutigen Probleme aus ihrer Sicht und können zu Lösungen beitragen. Junge können zwar nicht aus dem grossen Erfahrungsschatz älterer Menschen profitieren, dafür sind sie lernfähig und flexibel. Die Veranstaltung der FDP zeigte auf, dass eine neue, analytisch denkende und diskussionsfreudige Generation bereit ist, sich im Gemeinderat für unsere Stadt einzusetzen und deshalb kandidiert. Diese Jungen haben die Stimmen der Wähler verdient.

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14.02.2010

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